Free Day statt Cheat Day
Ernährung, Mindset

Schummeln, oder nicht…

…ist die Frage. Warum ein „Cheat Day“ nicht unbedingt der beste Ansatz ist – und du dir trotzdem ab und zu etwas gönnen solltest.

Vorweg wieder einmal: Hier geht es um meine persönliche Meinung, gemixt mit Aussagen und Erfahrungen, die ich favorisiere. Also ein komplett subjektiver Blickwinkel, den jeder für sich bewerten darf.

Der so genannte „Cheat Day“ genießt einiges an Popularität im Internet: Ob als DER Kickstarter für den Diät-geplagten Stoffwechsel, als Videodokumentation einer 10.000-Kalorien-Challenge oder als Dauerbrenner verschiedener Zeitschriften…

Dabei stört mich schon der Begriff „Cheat Day“, also „Schummel Tag“:
So fallen Nahrungsmittel in die Kategorie „gut“ oder „böse“ – was ich nicht wirklich hilfreich finde. Aus meiner Sicht sollte Essen nicht so abgestempelt werden.
Klar, unterschiedliche Lebensmittel bringen einen entweder dem Ziel näher – oder eben nicht.

In unterschiedlichen Situationen entscheide ich aber auch, was mir aktuell wirklich wichtig ist. So kann ein leckeres Essen mit Freunden, ein Glas Wein in geselliger Runde, ein Stück Kuchen bei Oma oder ein Eis mit den Kids echt wichtig sein. In dem Moment viel wichtiger, als die Ernährung 100-prozentig clean zu halten. Eigenverantwortung und Balance sind die Stichwörter. Wer 90 Prozent der Zeit clean unterwegs ist, darf sich die restliche Zeit auch gerne mal was gönnen. Ohne schlechtes Gewissen.

Wie wäre es also, wenn man den Schlemmtag eher „Free Day“ oder „Treat Day“ nennt (beides keine Erfindungen von mir, sondern von Menschen, die viel schlauer sind als ich). So hat man nicht das Gefühl, vom Weg abgekommen zu sein oder zu schummeln. Der „Freie Tag“ oder „Gönn dir Tag“ gehört so zur Ernährung, dem Wohlbefinden und der Balance ganz einfach dazu. Und kann in Phasen des Kaloriendefizits tatsächlich verhindern, dass der Stoffwechsel zu sehr runterfährt – und die Ergebnisse ausbleiben. Auch der Heißhunger auf bestimmte Leckerreien lässt sich mit einem „Free Day“ zügeln, weil man ja weiß, dass man sich die Schmankerl noch im Laufe der Woche gönnen darf.
Dabei sei erwähnt, dass es keinen Zwang zu einem „Free Day“ gibt. Jeder kann für sich selbst entscheiden, ob und in welcher Form so ein Tag hilfreich ist.

Hier noch ein paar Tipps, damit der „Free Day“ nicht all die guten Ergebnisse der anderen Tage zunichte macht:

„Free Day“ vs. „Free Meal“: Durch den konkreten Start- und Endpunkt fällt es vielen Menschen leichter einen kompletten „Free Day“ statt einer „Gönn-Dir“-Mahlzeit einzulegen. Und man muss am „Free Day“ nicht komplett den ganzen Tag ausgiebig schlemmen. Man darf auch bis zum Abendevent clean und zielorientiert essen – und dann die Party genießen.

Planung: Statt aus Lust und Laune in einen „Free Day“ hinein zu stolpern, ist es ratsam, diesen Tag zu planen. Beispielsweise für einen Tag der Woche, an dem man sich mit Freunden trifft. Oder mit dem Partner ausgehen möchte. So kann man soziale Events und „Free Day“ gut miteinander verbinden – und sich wirklich drauf freuen.

Nicht überfressen: Der freie Tag sollte hauptsächlich frei sein hinsichtlich der Dinge die man isst und weniger wieviel man isst. Hemmungsloses Überfressen ist nicht das Ziel des Tages. Insofern sollte der freie Tag auch beendet werden, sobald einem vom Essen schlecht wird oder man sich vollgestopft fühlt.

Qualität: Wie schon in diesem Artikel erwähnt: Gib dich idealerweise nicht mit Mittelmäßigkeiten zufrieden! Wenn schon freier Tag, dann sollte das Essen richtig schmackotastisch sein.

Also: Kein schummeln, keine bösen Lebensmittel, kein schlechtes Gewissen. Lieber die gute Angewohnheit der Balance zwischen Zielstrebigkeit UND Genuss.

Ein Gedanke zu „Schummeln, oder nicht…“

  1. Ein richtig toller Artikel … diese Philosophie klingt wirklich machbar & ich werde das einfach mal ausprobieren.
    Weiter so ….. die Beiträge sind echt super! 👍

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