Hotelzimmer-Workout
Mindset, Training

Training auf Reisen…

…ist manchmal eine Herausforderung. Wie du mit wenig Mühe trotzdem deine Sporteinheit durchziehst, erfährst du hier:

Ob im Außendienst, auf Montage oder Offsite-Meeting – in einigen Jobs gibt es immer wieder Situationen, in denen man seine übliche Umgebung, das heimelige Zuhause, die lieben Menschen – und auch sein angestammtes Fitness-Studio, die Crossfit-Box oder das Home-Gym für ein paar Tage verlässt.
Und nu? Aufs Training verzichten? Bewegung adé? Hallo TV-Fernbedienung?
Kann man machen – ist dann aber nicht so dolle…

Hier ein paar einfache Tipps für das erfolgreiche Unterwegs-Training:

1. Wählerisch sein: Schon bei der Hotelauswahl kann man darauf achten, dass ein Fitness-Raum oder -Studio zur Ausstattung des Etablisments gehört. Dabei die Fotos online checken, denn es gibt die unterschiedlichsten Vorstellungen, was zu einem guten Sportraum dazu gehört. Bei manchen Hotels sind es leider nur abgeranzte Cardiomaschinen, andere schwören auf Turngeräte aus der Mitternachts-TV-Werbung. Im Zweifel telefonisch nachfragen.

2. Fremdgehen: Warum nicht mal in einem anderen Studio oder einer anderen Crossfit-Box sporteln? Auch hier die Hotelwahl taktisch so wählen, dass man gleich in der Nähe trainieren kann. So eine Sporteinheit fern der heimatlichen Coaches und Trainingsräume bietet immer wieder mal neue Eindrücke – und ist oft auch eine Bestätigung für das, wofür man sich daheim entschieden hat. Tipp: Bei CrossFit-Drop-Ins in andere Boxen unbedingt vorher Kontakt aufnehmen, damit man auch einen Platz bekommt.

3. Ausrüstung einpacken: Manchmal reicht die Zeit nicht, um sich abends komplett zum Training auszuklinken. Dann hilft es, vorher ein paar Utensilien aufs Zimmer geschmuggelt zu haben – und sich vor der Abendveranstaltung noch mal ordentlich auszutoben. Relativ unkritisch im Gepäck: Trainingsklamotten und Laufschuhe für eine Runde um den Block. Oder Rope-Sling-Trainer mit Türanker (einfache und günstige Varianten gibt es zwischen 30 und 50 Euro) und/oder ein Theraband für eine schnelle Einheit auf dem Zimmer. Und alle, die mit dem Auto unterwegs sind, können sogar eine Kettlebell im Koffereraum unterbringen.

Equipment für unterwegs
So viele Möglichkeiten: Mit ein paar wenigen Unterwegs-Utensilien geht beim Training im Hotelzimmer die Post ab…

4. Erfinderisch sein: Keine Sportsachen dabei? Dann muss eben das Zimmer und die Dinge darin herhalten: Kniebeugen, Liegestütze und Burpees in Unterwäsche gehen immer. Klimmzüge kann man machen, indem man ein Handtuch oben auf die Badezimmertür ablegt und sich dann mit angezogenen Knien dort hochzieht. Oder man legt sich auf den Rücken unter einen Tisch, greift die Tischkante und zieht sich mit angespanntem Körper hoch und lässt sich langsam wieder ab. Das Badehanduch funktioniert wunderbar für Overhead Squats und Dislocates. Die Kofferablage-Bank für Boxjumps. Die Wand für Handstandholds oder -Pushups (saubere Socken anziehen, damit die Wand hinterher nicht fleckig aussieht). Den Trolley für Goblet-Squats nutzen. Turkish-Getups mit Wasserglas (gefüllt für Profis) machen. Animal Walks üben. Wo ein Wille ist, findet sich eine Idee…

5. Kostenlose Workouts: Unter http://www.thewodgenerator.com/category/ oder http://www.wod-gen.com kann man eingeben, was einem in dem jeweiligen Moment an Equipment zur Verfügung steht – und schwupps wird ein passendes Workout angezeigt. Auch als App gibt es einige WOD-Generatoren und Timer (ich finde den „RXTimer“ ganz gut). Nur dran denken: nicht zu lange im Internet suchen, sondern loslegen!

6. Workout aus der Hosentasche: Kartenspiel zur Hand? Dann mischen, Zeit festlegen, erste Karte ziehen und los geht‘s: Karo = Airsquats, Pik = Liegestütze, Kreuz = Situps, Herz = Burpees. Je nach Möglichkeit und Equipment gibt es keine Grenzen, was ihr euch für die Symbole ausdenkt. Und die jeweilige Ziffer auf der Karte bestimmt die Wiederholungsanzahl. Bube, Dame, König zählen als zehn, As als elf. Für den Joker könnt ihr euch was ganz gemeines ausdenken… beispielsweise 50 Mountainclimber.

So, damit sollte es für unterwegs keine Ausreden mehr geben. Und wenn das oben genannte alles nix ist, kann man auch immer noch einfach einen Painball mitnehmen und eine ausgiebige Session Mobility einlegen. Einfach. Machen.
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