Grillen - Freiluft-Futter vom Feinsten!
Ernährung

Besser grillen!

Die Tage werden wärmer, der Garten wird grüner – und die Grillsaison rückt endlich näher. Damit die Freiluft-Futterei nicht unnötig auf die Hüfte geht, hier die typischen Barbecue-Fallen – und schmackhafte Alternativen…

Damit eines klar ist: Nörgler mag keiner! Schon gar nicht, wenn irgend jemand ständig am Essen rummäkelt. Und wer den anderen ein schlechtes Gewissen beim Grillen macht, wird das nächste Mal eben nicht eingeladen. Wenn der Gastgeber also nur Wurst und Nackensteak am Start hat, Klappe halten und essen. Muss ja nicht so viel sein.

Wen man das Barbecue selbst in der Hand hat – also die Bande zu sich einlädt oder jeder sein eigenes Grillzeug mitbringt – dann kann man Entscheidungen treffen, die einen dem persönlichen Ziel (von Muskelaufbau bis Fettabbau) näher bringt.

Die fiesesten Grillgut-Fallen – und mögliche Alternativen:

  1. Tiefkühlbaguette mit Kräuterbutter. Weißmehl und Fett – eine Top-Kombi mit leeren Kalorien und 1A-Hüftgold. Und an so einem halben Baguette ist ja nix dran, das aufgebackene und äußerst leckere Teil ist ratzfatz weggeputzt, treibt die Energiebilanz nach oben und macht nicht wirklich satt. Alternative: Dünn geschnittenes Vollkornbrot mit grob geriebenen Parmesan belegen und auf dem Grill rösten. Megalecker, bessere Nährwerte – und durch die dünnen Scheiben isst man weniger davon.
  2. Kartoffel- und Nudelsalate mit Mayonaise. Schon wieder so eine Fett-und-Kohlenhydrat-Kombi. Bei Kartoffeln und Nudeln gibt zwar den Vorteil, dass wenn sie gekocht werden und dann erkalten, sich rund 10 Prozent der Kohlenhydrate in resistente Stärke verwandeln. Diese mag der Darm besonders und die Kalorien werden vermindert, weil sie nicht als Energie verwertet werden können. Aber es gibt bessere Alternativen zur Mayo-Madness: Salate aus Rohkost mit Essig-Olivenöl-Dressing, Tomatensalat mit Avocado und Balsamico, Kartoffel-Salatgurken-Salat mit Vinagrette, Vollkornnudelsalat mit getrockneten Tomaten, Pinienkernen und Basilikumpesto.
  3. Fertig-Grillsoßen. Zucker, Zusatzstoffe und teilweise auch jede Menge Fett sind die Hauptbestandteile. Die erste Alternative wären hier eher Fertigsoßen auf Tomatenbasis, da diese kaum Fett enthalten. Noch besser: Soßen selbst machen: Hausgemachtes Aioli, selbst fabrizierte Barbecue-Soße (z.B aus zuckerreduziertem Ketchup, Soyasoße, Zitronensaft, Gewürzen und Agavensicksaft), Salsa-Varianten (Tomatenwürfel, Merettich, Kräuter, etwas zuckerreduzierter Ketchup, Limettensaft). Oder eine Currysoße aus Joghurt, Curry, Brühepulver, Kokosmilch, Agavensicksaft und Petersilie. Und ein Tzaziki aus Knoblauch, Salatgurke und Magerquark ist für die Back-Kartoffel auch schnell selbst gemacht (statt Fertig-Soucream). Klar, auch in den selbstgemachten Dips sind Zucker und Fett drin. Meist aber deutlich weniger – und keine weitere Stabilisatoren, Farbstoffe und Co.
  4. Fertig mariniertes Fleisch und Grillwürste. Eine Kalorienbombe, die kaum satt macht: Grillwürste. Ohne Ende Fett und kaum gute Nährwerte. Auch all dem fertig marinierten Grillfleisch stehe ich eher skeptisch gegenüber. Hier bestehen die Marinaden oft aus jeder Menge Zucker. Und wann das Fleisch eingelegt wurde, möchte ich manchmal gar nicht wissen… Deshalb: lieber unbehandeltes Fleisch kaufen und mit Trockenmarinade selbst würzen (z.B Brühepulver, Grillgewürz, Kräuter). Bei den Fleischsorten muss jeder selbst nach Geschmack und Geldbeutel entscheiden. Hähnchen und Pute sind immer eine gute Ideefür die Figur. Das Fleisch muss man jedoch gut würzen, Geflügel hat kaum Eigengeschmack. Wer es saftig mag: statt Schweinenacken ist das marmorierte Entrecôte eine (nicht ganz günstige) Alternative. Auch Lammlachs/-filet ist eine leckere Wahl. Scampis sind unschlagbar als proteinreiche und relativ kalorienarme Variante. Und Lachs mit seinen guten Fettsäuren schmeckt hervorragend gerillt (auf Salz-oder Holplanke oder in Alufolie). Stichwort Fett: Grundsätzlich ist Fett nichts schlimmes – nur sollte man eventuell fettärmere Fleischsorten wählen, weil ja das ganze Soßenzeug noch dazukommt.
  5. Getränke. Zu Cola, Fanta, Sprite muss ich wohl kaum was sagen. Eine ganz leckerer Sommervariante: Melone in kleine Würfel schneiden, Limettensaft und ein paar Minzblätter dazu und mit Mineralwasser auffüllen. Alkoholmäßig sind Biermischgetränke wegen des zusätzlichen Zuckers auch eher ungünstig. Dann lieber Bier pur. Oder Wein.

Also: Gegen eine ordentliche Grillsause ist nichts einzuwenden. Auch hier gilt, wie immer: Die Dosis ist entscheidend. Und mit ein paar geschickten Kniffen kann man beherzt zulangen. Haut rein!

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